Testspiele bisher
05.07.2010
SV Lippstadt 08 – 1. FC Köln 2:5 (1:4)
Torschützen: Lanig (2), Matuschyk, Yalcin, (Eigentor)
10.07.2010
SG Betzdorf – 1. FC Köln 1:6 (0:2)
Torschützen: Ishiaku (2), Lanig, Freis, Uth, Clemens
11.07.2010
FC Remscheid – 1.FC Köln 0:11 (0:4)
Torschützen: Ishiaku (4), Ioanita (2), Yalcin (2), Buchtmann, Matuschyk, Yabo
Torschützen:
Ishiaku 6
Lanig 3
Yalcin 3
Ioanita 2
Matuschyk 2
Freis 1
Uth 1
Buchtmann 1
Yabo 1
4-3-1-2
Vor wenigen Tagen meldeten verschiedene Zeitungen, dass Soldo in der kommenden Saison das System umstellen möchte. Wegen des Mangels an fähigen Flügelspielern, möchte er in Zukunft 4-3-1-2 spielen, wobei die “3″ vorrangig für die Defensivarbeit zuständig sein sollen.
Bild schreibt
Soldo über seine Pläne mit Poldi: „Ja, wenn Sie es so wollen, spielt er auf seiner Lieblingsposition. Ich sehe ihn hinter den Spitzen oder vorne als einen der beiden Stürmer.“
Soldo will variabler spielen, hat vor allem ein 4-3-1-2-System im Kopf.
Mir fällt es schwer, mir ein erfolgreiches Team mit diesem System vorzustellen.
Im Trend: 4-5-1
Die letzte Saison und die Weltmeisterschaft haben gezeigt, dass das offensiv flexibelste und aktuell erfolgversprechendste System ein 4-5-1 (oder als Variante dieses Systems auch 4-3-3) mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, zwei torgefährlichen Spielern auf dem Flügel und einem freien Spieler hinter einer einzelnen Spitze ist.
Dieses 4-5-1 (oder 4-3-3) wird von allen Halbfinalisten dieser WM, von beiden Champions League-Finalisten (Bayern und Inter) und der aktuell besten Mannschaft der Welt (Barcelona) gespielt. Und das ist meines Erachtens kein Zufall:
Gegen Mannschaften mit einem klassischen 4-4-2-System ergibt sich durch das 4-5-1 Überzahl im Mittelfeld. Hierdurch kommt man a) leichter an den Ball und hat b) auch mehr Anspielstationen, um selbst im Ballbesitz zu bleiben. Zusätzlich hat einer der drei zentralen Mittelfeldspieler immer Raum, da im zentralen Mittelfeld meistens 3 gegen 2 gespielt wird. Bei der WM spielte unter anderem England ein 4-4-2 und vor allem Özil hatte im Mittelfeld sehr viel Platz und hatte jederzeit die Möglichkeit das Spiel schnell auf einen der beiden Flügel zu verlagern. Durch die freie Rolle hatte er auch jederzeit die Möglichkeit auf einem der Flügel Überzahl zu schaffen.
4-3-1-2 nutzt den Raum nicht, starke Abhängigkeit von offensiven Außenverteidigern
Das von Soldo in Erwägung gezogene 4-3-1-2 ist durch die Abwesenheit echter Flügelspieler einem System mit Raute (4-4-2 Diamond) sehr ähnlich. Die drei defensiven Mittelfeldspieler werden nach heutigem Stand wahrscheinlich Matuschyk, Petit und Lanig werden.
Man erzeugt damit zwar im zentralen Mittelfeld Überzahl, besetzt die Flügel aber überhaupt nicht und macht das Spiel unnötig eng. Die Außenverteidiger wären demnach die einzigen Spieler, die den Flügel besetzen. Schorch und Brecko waren in der vergangenen Saison nicht oft mit gelungenen Offensivaktionen aufgefallen, Ehret ist kein wirklicher Linksverteidiger. Darüber hinaus werden sich für die Außenverteidiger gerade gegen Gegner mit 4-5-1 nur wenige Möglichkeiten ergeben überhaupt nach vorne zu gehen, da die Flügelspieler des Gegners unsere Außenverteidiger hinten binden. Das führt dann zusätzlich noch dazu, dass die Außenverteidiger des Gegners fast ausschließlich offensiv spielen können, da über den Flügel für den Gegner keine Gefahr droht.
Fazit: Über die Flügel wird sich mit dem Spielermaterial keine Offensivgefahr entwickeln. Zusätzlich ist man über die Flügel defensiv sehr anfällig.
Abhängigkeit vom 10er
Ein weiteres Problem dieses Systems ist die Abhängigkeit von einem Spielmacher. Dieses System ist meiner Meinung nach sehr leicht ausrechenbar und anders als im BILD-Artikel erwähnt das Gegenteil von “variabel”. Wenn der Gegner es schafft den 10er nicht ins Spiel kommen zu lassen, ergeben sich auch keine Anspiele in die Spitze, weil von den Außenpositionen, wie erwähnt, nicht mit vielen Anspielen zu rechnen ist.
Alternative
In der letzten Saison haben wir die meisten Spiele im 4-5-1 bestritten. Hierbei waren alle zentralen Mittelfeldspieler vor allem für die Defensivarbeit zuständig. Es geht auch offensiver.
Ich könnte mir ein System vorstellen, in dem ein Spieler, bei mir Podolski, eine freie Rolle bekommt, ähnlich wie Özil für Deutschland. Hier könnte er sowohl seine starken Weitschüsse anbringen, auf dem Flügel unterstützen, aber auch neben Novakovic in die Spitze gehen.
Durch den Verlust von Tosic fehlt auf dem Flügel natürlich ein torgefährlicher Spieler, aber mit Ehret auf links und Chihi auf rechts dürften wir auch in dieser Saison für Torgefahr über die Flügel sorgen können.
Novakovic kennt die Rolle als einzige Spitze aus den letzten beiden Saisons, ist auch kopfballstärker geworden und ist für mich hier die Idealbesetzung.
Das könnte dann so aussehen (die Neuzugänge kann ich noch schwer einschätzen, daher hier nur mit bekannten Kräften):
Kommentare sind ausdrücklich erwünscht
FC und Geißbock
Hallo zusammen,
während die WM langsam dem Ende entgegen geht und die Nationalspieler bald ihren verdienten Kurzurlaub antreten können, hat die Vorbereitung für unseren FC bereits begonnen.
Es erwartet uns eine schwierige Saison: Tosic leider weg nach Moskau, teure Neuverpflichtungen sind nicht mehr zu erwarten.
Wir dürfen aber auch gespannt sein: Wie schlagen die Neuverpflichtungen ein? Abgesehen von Lanig sind alle (für mich) eher Wundertüten. Werden junge Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen? Mit Buchtmann, Basala-Mazana und Yabo haben wir immerhin drei U17-Europameister im Kader. Wird der Knoten bei Podolski endlich platzen?
Mit diesem neuen Blog möchte ich den FC durch diese Saison begleiten.
